子曰:不仁者不可以久处约,不可以长处乐。仁者安仁,知者利仁。Der Meister sprach: Wer nicht menschlich ist, kann Not nicht lange ertragen und Glück nicht lange genießen. Der Menschliche ruht in der Menschlichkeit; der Weise zieht Nutzen aus der Menschlichkeit.
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Worum es in diesem Kapitel geht
Lange Not lässt Menschen über die Grenze treten, langes Vergnügen lässt sie ausschweifen; ob äußere Dinge einen Menschen fortreißen, hängt davon ab, ob das ursprüngliche Herz da ist. Heute: Jemand ist seit einem halben Jahr arbeitslos und steht doch jeden Tag um sieben auf, rasiert sich und geht laufen.
白Heutiges Chinesisch
孔子说:没有仁德的人,不能长久地处在穷困中,也不能长久地处在安乐中。有仁德的人安于仁,聪明的人知道仁对自己有利,便去行仁。
Eine schlichte Übertragung ins heutige Chinesisch nach der Lesart von Yikonglu.
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常Die gängige Lesart
Armut kann Menschen verderben und Reichtum auch; beurteile Menschen auf lange Sicht.
注Schlüsselwörter des Kommentars
„乐“音洛 – le als luo gelesen; „约,穷困也“ – yue heißt Armut und Not; „利,犹贪也,盖深知笃好而必欲得之也“ – li heißt Verlangen: es tief kennen, innig lieben und es unbedingt haben wollen; „不仁之人,失其本心,久约必滥,久乐必淫“ – die Unmenschlichen haben ihr ursprüngliches Herz verloren: lange in Not, geraten sie außer Rand und Band, lange im Vergnügen, schwelgen sie; „惟仁者则安其仁而无适不然,知者则利于仁而不易所守……皆非外物所能夺矣“ – die Menschlichen ruhen in der Menschlichkeit, wo sie auch sind, und die Weisen ziehen Nutzen aus ihr und ändern nicht, woran sie festhalten; nichts Äußeres kann es ihnen nehmen.
说Was andere Kommentatoren sagen
Xie Liangzuo: „仁者心无内外远近精粗之间,非有所存而自不亡,非有所理而自不乱,如目视而耳听,手持而足行也“ – für den Menschlichen gibt es keine Kluft zwischen innen und außen, nah und fern, grob und fein; nichts wird festgehalten und doch geht nichts verloren, nichts geordnet und doch ist nichts in Unordnung, wie Augen sehen, Ohren hören, Hände halten und Füße gehen; „安仁则一,利仁则二“ – in der Menschlichkeit ruhen ist eins, aus ihr Nutzen ziehen ist zwei (die Passage „知者谓之有所见则可……未能无意也“ dazwischen ist im Video ausgelassen).
家Weitere Kommentare
Unser Grundtext ist Zhu Xis Gesammelter Kommentar (oben). Hier stehen weitere Kommentare nebeneinander: bei alten Kommentaren die erste Zeile des Unterkommentars mit Link zum Holzdruck-Scan; bei modernen Ausgaben ein kurzes zitiertes Übersetzungsstück zum Vergleich. Die Vermerke „Im Vergleich zu Zhu Xi“ schreibt Yikonglu, sie sind keine Zitate.
皇侃《论语义疏》Liang-Dynastie · Ausgabe Zhibuzu Zhai · juan 二
“此明不仁之人居世無宜也。”……
Im Vergleich zu Zhu Xi
| Kommentar | Punkt | Verhältnis | Sicherheit | Anmerkung |
|---|---|---|---|---|
| 杨伯峻《论语译注》 | gleich | ziemlich sicher | Der Unmenschliche hält Armut und Wohlstand nicht lange aus; der Menschliche ruht im ren, der Weise zieht Nutzen aus ren. Zhu erklärt mit dem ursprünglichen Herzen und fester Liebe; Yangs Übersetzung erklärt 利 mit den Wirkungen des ren. | |
| 钱穆《论语新解》 | gleich | ziemlich sicher | Beide erklären 约 als Not; im ren ruhen ist natürlich, aus ren Nutzen ziehen heißt wissen, dass ren gut ist, und es wollen. Keiner liest es als ren für äußeren Gewinn nutzen; Qian spricht zudem von einer gefestigten Geisteshaltung. |
核Jedes Zitat prüfen
Jede im Video zitierte Kommentarzeile: der Wortlaut, wer es sagte, und die Seite in der Grundausgabe. „Paraphrase“ markiert unsere Zusammenfassung, nicht die Worte des Kommentators. Zur Ausgabe
| Zitierter Text | Quelle | Seite |
|---|---|---|
| “约,穷困也。利,犹贪也,盖深知笃好而必欲得之也。不仁之人,失其本心,久约必滥,久乐必淫” | Kommentar Zhu Xis | S. 51 |
| “惟仁者则安其仁而无适不然,知者则利于仁而不易所守,盖虽深浅之不同,然皆非外物所能夺矣” | Kommentar Zhu Xis | S. 51 |
| “仁者心无内外远近精粗之间,非有所存而自不亡,非有所理而自不乱,如目视而耳听,手持而足行也……安仁则一,利仁则二” | Xie Liangzuo, zitiert bei Zhu Xi | S. 51 |
音Aussprache
| Zeichen | In der Zeile | Gelesen als |
|---|---|---|
| 处 | 择不处仁、久处约、长处乐 | chǔ |
| 知 | 焉得知、知者利仁、不得为知 | zhì |
| 乐 | 长处乐、久乐必淫 | lè |
页Seiten der Grundausgabe
Yikonglu, Gespräche Li ren (Buch 4) 4.2 „Die Unmenschlichen ertragen Not nicht lange“, https://yikonglu.com/de/lunyu/li-ren/2.html, Fassung 2026-11-06.Zuletzt geprüft: 2026-11-06. Änderungen stehen auf derKorrekturseite.
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